Lip Schule Zürich

Problems are our friends!

Mediation

Was ist Mediation?

Dieser Begriff stammt aus der englischen Sprache. Wörtlich übersetzt bedeutet "Mediation" Vermittlung. Gemeint ist damit eine konstruktive Gesprächs- und Vermittlungsmethode in Streitfällen. Der Mediator hilft den Konfliktparteien, selbst eine optimale Problemlösung zu erarbeiten. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, von der beide Parteien profitieren, beide als "Sieger vom Platz gehen". Beide sollen das Gesicht wahren können und aus einer so genannten "win-win" Situation wieder einander gegenüber treten.

Mediation an der LIPSCHULE


Daniel Schubiger-Mauch
Mediator und Pädagoge

Unsere Schule ist ein Ort der ganzheitlichen Förderung, wo Methoden- und Lernkompetenz, Arbeits- und Selbstkompetenz, Kommunikations- und Kooperationskompetenz vermittelt und gelernt und nicht nur reines Wissen und Information weiter gegeben werden. Aus unserer Sicht ist es notwendig, dass die Jugendlichen in der heutigen Zeit eine ausreichende Unterstützung und Stärkung der Sozialkompetenz erhalten, um auch im Falle eines Konfliktes angemessen zu reagieren.

 

In der Praxis umgesetzt heisst das:

Die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarklasse befassen sich im Wahlfach mit den unterschiedlichsten Formen der verbalen und nonverbalen Verständigung. Die Kommunikationstheorie wird in der Gemeinschaft erarbeitet und untermauert. Dabei nimmt unser tägliches Verhalten (u.a. auch das Konfliktverhalten) eine wichtige Rolle ein.

"Problems are our friends."
Alle Beteiligten (inkl. Lehrpersonen) erkennen, dass Konflikte etwas ganz Normales im Zusammenleben sind, grundsätzlich positiv zu betrachten und eine Chance zur Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen sind. Nicht der Konflikt an sich ist das Problem, sondern wie wir damit umgehen.

Die Ausbildung zu Streitschlichern

Die erarbeiteten Grundlagen helfen bei der Ausbildung der Streitschlichter. Während 40 Lektionen pro Semester lernen alle Schüler und Schülerinnen die wichtigsten Merkmale im Umgang mit Konflikten kennen. Dabei werden u.a. folgende Fragestellungen/Inhalte diskutiert und dokumentiert:

Unsere ausgebildeten Streitschlichter

Die Ausbildung zum Streitschlichter umfasst 1-2 weitere Wochenstunden. Dabei üben die Interessierten wöchentlich in Rollenspielen die verschiedenen Verhaltensweisen als Streitschlichter, aber auch als Konfliktpartei. Zur theoretischen Weiterbildung werden erweiterte Bausteine diskutiert und erarbeitet. Die Themen umfassen folgende Bereiche:

Sechs Jugendliche haben diese Ausbildung abgeschlossen und sind diplomierte Streitschlichter. Ihre Aufgabe besteht darin, die Konfliktkultur an unserer Schule den anderen Jugendlichen durch vorbildliches Verhalten und Handeln weiter zu geben. Selbstverständlich helfen sie in Konfliktsituationen Lösungen/Vereinbarungen zu erarbeiten. Die Streitschlichter unterstützen die Konfliktparteien im Suchen einer Lösung. Dabei bleiben sie neutral. Sie strukturieren den Verlauf und benutzen dabei eine Vielzahl von Methoden, um die Konfliktbearbeitung und Problemlösung voranzutreiben.


Was ist Streitschlichtung?

Der Streitschlichter unterstützt die Konfliktparteien im Suchen einer Lösung. Dabei bleibt er neutral. Er strukturiert den Verlauf und benutzt dabei eine Vielzahl von Methoden, um die Konfliktbearbeitung und Problemlösung voranzutreiben. Zu den wichtigsten gehören: aktives Zuhören, Vertraulichkeit wahren, zu Ich-Botschaften anleiten.

Das Schlichtungsgespräch

1. Einleitung

Der Streitschlichter sorgt dafür, dass das Gespräch in einer wohltuenden, vertraulichen und zukunftsorientierten Atmosphäre stattfindet. Es werden organisatorische Fragen geklärt und auf die wichtigsten Grundregeln aufmerksam gemacht: Fairer Umgangston, einander ausreden lassen, Streitschlichter sind verantwortlich für den Ablauf und nicht für die erarbeiteten Lösungen.

2. Sichtweisen der einzelnen Konfliktparteien

Nacheinander erklärt jede Konfliktpartei ihren Standpunkt, wobei der Streitschlichter aufmerksam zuhört, allenfalls Fragen stellt und das Gehörte nochmals zusammenfasst.

3. Problemlösung

Aufgetretene Missverständnisse und Probleme werden geklärt. Tiefere Bedeutungen, verborgene Gefühle und Hintergründe werden gemeinsam erläutert, um gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und gemeinsame Interessen hervorzuheben. Anschliessend werden Lösungsvorschläge gesammelt, diskutiert und notiert.

4. Einigung auf Lösungsvorschläge

Die Konfliktparteien einigen sich auf Lösungen, die sie beide akzeptieren. Sie regeln alle Fragen, die mit der Überprüfung und eventuellen Überarbeitung der Lösungen zu tun haben. Die Beteiligten unterschreiben die Vereinbarungen..

Unser Angebot

Schulmediation kann verschieden integriert werden. Wir bieten dabei Folgendes an:

Weitere Einsatzmöglichkeiten der Mediation

Grundsätzlich ist diese Gesprächs- und Vermittlungsmethode in vielen Bereichen einsetzbar, in denen Konflikte auftreten. Unsere Mediationstätigkeiten umfassen:

 

Die Verwendung der männlichen Schreibweise von `Streitschlichter` beinhaltet auch die weibliche Form.

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